Wer selbstständig arbeitet, hat die Freiheit, allein seinen Arbeitsort zu bestimmen. Gerade im deutschen Winter verschlägt es deswegen viele Selbstständige in wärmere Gefilde, von denen aus sie ihrer Tätigkeit digital nachgehen - sogenannte digitale Nomaden.
Allerdings gibt es bei dieser Art des Arbeitens ein paar steuerliche Regelungen zu beachten, damit deine Workation dir nicht zum Verhängnis wird.
Die Freiheit, als digitale:r Nomad:in ortsunabhängig zu arbeiten, ist für viele Selbstständige verlockend. Solange du in Deutschland steuerlich gemeldet bist, zahlst du dort deine Steuern – auch wenn du zeitweise aus dem Ausland remote arbeitest. Allerdings kann sich deine Steuerpflicht ändern, wenn dein Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagert wird. Entscheidendes Kriterium ist, wo du dich den Großteil des Jahres aufhältst. Deshalb ist es wichtig, die steuerlichen Rahmenbedingungen frühzeitig zu prüfen.
➡️ Ortsunabhängiges Arbeiten: Darauf solltest du bei deiner Steuererklärung achten
Grundsätzlich gilt: Solange du einen Wohnsitz in Deutschland hast, bist du dort auch steuerpflichtig – unabhängig davon, ob du im Ausland arbeitest. Das deutsche Steuerrecht folgt dem Welteinkommensprinzip. Das bedeutet, dass du dein gesamtes Einkommen in Deutschland versteuern musst, selbst wenn du es in einem anderen Land erwirtschaftest.
In folgenden Fällen bleibt die Steuerpflicht in Deutschland bestehen:
In diesem Fall zahlst du weiterhin Steuern in Deutschland, selbst wenn du aus dem Ausland arbeitest.
Aber Achtung: Wenn sich dein Lebensmittelpunkt ins Ausland verschiebt, kann es sein, dass sich deine Steuerpflicht ändert. Denn grundsätzlich musst du deine Einkünfte dort versteuern, wo du offiziell mit deinem Wohnsitz gemeldet bist. Ein maßgebliches Kriterium zur Bestimmung deines Lebensmittelpunkts ist dabei, wo du dich den Großteil der Zeit innerhalb eines Jahres aufhältst. Wenn du also mehr als 6 Monate eines Jahres im Ausland bist, kann sich daraus eine zusätzliche Steuerpflicht für dich ergeben. Das ist insbesondere dann eine Gefahr, wenn das Land, in dem du dich aufhältst, kein Steuerabkommen mit Deutschland hat.
💡Tipp von Accountable: Hierbei spricht man auch von der 183-Tage-Regel: Wenn du dich mehr als 183 Tage hintereinander außerhalb von Deutschland aufhältst, hast du deinen gewöhnlichen Aufenthaltsort - oder eben Lebensmittelpunkt - nicht mehr in Deutschland.
Um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden, hat Deutschland mit vielen Ländern ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen. Diese Abkommen regeln, welches Land Steuern auf dein Einkommen erheben darf.
Tipp: Prüfe vor deinem längeren Auslandsaufenthalt, ob ein DBA mit Deutschland existiert und welche Regelungen dort gelten.
In vielen Ländern reicht es nicht aus, weniger als 183 Tage vor Ort zu sein, um der Steuerpflicht zu entgehen.
Falls du beispielsweise:
kann das Gastland dies als steuerpflichtige Betriebsstätte werten – unabhängig von der Aufenthaltsdauer.
Als Selbstständige:r musst du dich auch eigenständig um deine gesundheitliche Absicherung, sprich deine Krankenversicherung, kümmern. Diese greift allerdings in der Regel nur, wenn du dich auch in Deutschland aufhältst. Das heißt, dass du dich bei einem längeren Auslandsaufenthalt im Vorhinein über eine mögliche Reisekrankenversicherung informieren solltest.
Gesetzliche Krankenversicherung & EHIC:
Private Krankenversicherung & Auslandsschutz:
➡️ Alles über die Versicherung für Selbstständige
Wenn du beruflich ins Ausland reisen musst, dann hast du die Möglichkeit die dabei entstandenen Kosten in deiner Steuererklärung geltend zu machen und abzusetzen. Das betrifft zum Beispiel Fahrtkosten oder Verpflegungsaufwendungen.
➡️Auf Geschäftsreise: Wie Freiberufler von der Verpflegungspauschale profitieren
Aber Achtung: Um diese Kosten abzusetzen, musst du sie nicht nur beruflich begründen, sondern auch belegen können. Du musst also alle entsprechenden Belege und Rechnungen aufbewahren, um sie auf Nachfrage dem Finanzamt vorlegen zu können.
💡Tipp von Accountable: Mit der einfachen Belegerkennung in der Accountable-App kannst du alle deine Ausgaben und Einnahmen ganz einfach per Foto hochladen und hast deinen Geldfluss so immer im Blick. Deine Ausgaben werden außerdem automatisch steuerlich kategorisiert und erleichtern dir so das Ausfüllen deiner Steuererklärung.
Das Arbeiten im Ausland als digitale:r Nomad:in bietet viele Freiheiten, doch steuerliche und versicherungstechnische Aspekte dürfen nicht vernachlässigt werden. Wenn du in Deutschland steuerlich gemeldet bist, bleibst du dort steuerpflichtig, auch wenn du zeitweise im Ausland arbeitest. Achte darauf, wie sich dein Lebensmittelpunkt und die 183-Tage-Regel auf deine Steuerpflicht auswirken.
Ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) kann helfen, doppelte Steuerzahlungen zu vermeiden. Zudem solltest du deine Krankenversicherung und Sozialversicherung im Ausland prüfen, um sicherzustellen, dass du ausreichend abgesichert bist. Gute Planung ist entscheidend, um steuerliche und versicherungstechnische Fallstricke zu umgehen.
➡️ Hier findest du noch mehr Infos über das Arbeiten im Ausland: Das musst du zu Steuern und Sozialversicherung wissen
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Autor - Tino Keller
Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.
Wer ist Tino ?Danke für dein Feedback!
Hilfreich
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Mehr erfahrenPrompte Beantwortung 🙏
Birgit Koch
Accountable hat mir den Alltag wirklich spürbar erleichtert. Besonders gefällt mir, dass die App logisch aufgebaut ist und man sofort versteht, wo man was findet. Viele Dinge, die sonst nervige Routine sind, laufen hier einfach automatisch im Hintergrund mit. Was ich besonders gut finde: Man verliert nie den Überblick. Die App zeigt klar, was erledigt ist und was noch ansteht. Belege erfassen geht super schnell. Foto machen, fertig kein ewiges Sortieren oder Nachtragen. Der Support ist wirklich klasse. Ich habe ein paar Fragen gestellt und immer schnell hilfreiche Antworten bekommen. Nicht nur Standardtexte, sondern echte Hilfe. Man merkt, dass die App ständig besser wird. Updates bringen wirklich sinnvolle Verbesserungen, nicht nur Kosmetik. Unterm Strich: Accountable nimmt mir spürbar Arbeit ab und sorgt dafür, dass ich mich weniger mit Bürokratie herumschlagen muss. Genau so soll es sein.
Anonym
Der Kundenservice ist ausgezeichnet, ich bin enttäuscht, dass sie keine E-Commerce-Kunden annehmen.
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Ich bin neu bei Accountable und noch in der Testphase. Bisher konnte ich die App intuitiv bedienen und bei Fragen habe ich eine zeitnahe und herzliche Unterstützung bekommen (Danke, Daniela!:)) Nach aktueller Erfahrung, würde ich Accountable immer weiterempfehlen.
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André Schröder