In der Buchhaltung wird zwischen Soll- und Istbesteuerung unterschieden. Besonders für kleine Unternehmen und Freelancer:innen ist dabei die Istbesteuerung eine interessantere Variante, da du in diesem Fall die Umsatzsteuer nicht vorfinanzieren und somit kein finanzielles Risiko eingehen musst. Das gibt dir gerade in der Gründungsphase mehr Sicherheit.
In diesem Artikel zeigen wir dir, worin der Unterschied zwischen Soll- und Istbesteuerung liegt, wie du die Istbesteuerung beantragen kannst und welche Beispiele es für die Soll- und Istbesteuerung gibt. Weitere hilfreiche Tipps und Informationen zum Thema Steuern für Selbstständige und Freelancer:innen findest du auf unserem Blog.
Bei der Istbesteuerung wird die Umsatzsteuer im Gegensatz zur Sollbesteuerung erst dann an das Finanzamt abgeführt, wenn diese tatsächlich von der Kundin bzw. vom Kunden bezahlt worden ist – sprich im Anschluss an die Rechnungsstellung.
Im Gegensatz zur Sollbesteuerung wird bei der Istbesteuerung die Umsatzsteuer also erst dann zur Umsatzsteuervoranmeldung erfasst, wenn der Geldeingang für die gestellte Rechnung auch tatsächlich auf deinem Konto eingegangen ist. Das gibt dir gerade am Anfang deiner selbstständigen Tätigkeit mehr finanzielle Sicherheit.
💡 Tipp von Accountable: In der kostenlosen Steuersoftware von Accountable kannst du ganz einfach deine Eingangsrechnungen erstellen und eintragen und wirst direkt benachrichtigt, wenn eine Rechnungen von deinen Kundinnen und Kunden bezahlt wurden.Insbesondere für kleine Unternehmen und Freelancer:innen bietet die Istbesteuerung gegenüber der Sollbesteuerung einen entscheidenden Vorteil: Sie verbessert deine Liquidität nachhaltig! Bei Aufträgen mit größeren Beträgen, bei denen auch eine hohe Umsatzsteuer anfällt, musst du nicht über Wochen hinweg die Umsatzsteuer aus deiner eigenen Tasche vorauszahlen, bevor das Geld tatsächlich auf deinem Konto eingegangen ist.
Ein solches Szenario kann nämlich schnell zu Liquiditätsproblemen führen und für dich bedrohlich werden, wenn Rechnungen zu spät oder überhaupt nicht gezahlt werden. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn du nicht auch noch Beträge, die noch nicht vereinnahmt wurden, an das Finanzamt überweisen musst.
💡In der Steuerlösung von Accountable ist dein Account automatisch auf die Istbesteuerung eingestellt. So kannst du direkt loslegen und deine Steuerfristen werden immer zum richtigen Zeitpunkt angezeigt. Dein Kunde zahlt nicht? Das sind deine Optionen als Selbstständige:rBei der Sollbesteuerung ist der Zeitpunkt der Rechnungsstellung ausschlaggebend für die Zahlung der Umsatzsteuer. Bei der Istbesteuerung musst du die Umsatzsteuer erst nach Zahlungseingang des Auftraggebenden ans Finanzamt weiterleiten. Insbesondere bei höheren Summen und/oder vielen Aufträgen kann es vorkommen, dass du bei der Sollversteuerung hohe Vorauszahlungen an das Finanzamt leisten musst. Im Gegensatz zur Sollbesteuerung bietet die Istbesteuerung daher einen enormen Vorteil für deine Liquiditätsplanung.
Eine Istversteuerung kannst du ganz einfach mit einem formlosen Schreiben bei deinem Finanzamt beantragen. Hierzu berechtigt sind Einzelunternehmen, freiberuflich Tätige, GbRs und bilanzierungspflichtige Unternehmen (z. B. UG, GmbH, OHG) mit einem Umsatz unter 500.000 Euro im vorangegangenen Abrechnungsjahr.
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Autor - Tino Keller
Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.
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