Kryptowährungen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und mit ihnen wächst auch das Interesse am Mining. Immer mehr Menschen entdecken das Schürfen digitaler Währungen als potenzielle Einkommensquelle. Doch wie wirken sich die Gewinne aus dem Krypto-Mining auf deine Steuern aus? Hier erfährst du alles, was du wissen musst.
Key Takeaways
Beim Krypto-Mining geht es um die Verarbeitung und Bestätigung von Transaktionen, die innerhalb einer Kryptowährung stattfinden. Diese Transaktionen sind Überweisungen von Coins oder Tokens zwischen Nutzer:innen.
Ein Beispiel: Wenn jemand Bitcoin an eine andere Person sendet, muss diese Transaktion ins Netzwerk eingetragen und überprüft werden. Miner übernehmen genau diese Aufgabe, indem sie Transaktionen bündeln, verschlüsseln und in neue Blöcke der Blockchain schreiben. Erst wenn ein Block erfolgreich „geschürft“ und der Blockchain hinzugefügt wurde, gilt die Transaktion als bestätigt und kann nicht mehr verändert werden.
Miner aus der ganzen Welt sorgen durch ihre Rechenleistung für die Sicherheit und Integrität dieses Netzwerks. Als Belohnung erhalten sie neue Coins sowie mögliche Transaktionsgebühren.
Wenn du nur gelegentlich Krypto-Mining betreibst und dein jährlicher Umsatz unter 256 Euro bleibt, musst du in der Regel keine Steuern zahlen und dich auch nicht selbstständig machen. Diese Einkünfte gelten als "sonstige Einkünfte" und bleiben steuerfrei, solange sie die Freigrenze nicht überschreiten. Sobald du jedoch mehr als 256 Euro verdienst, wird der gesamte Betrag steuerpflichtig – nicht nur der Anteil, der über der Grenze liegt.
Wenn du mit Mining regelmäßig Geld verdienen möchtest, kann es sein, dass du dich dafür selbstständig machen musst. Damit das Finanzamt deine Tätigkeit als gewerblich einstuft, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
Als gewerblicher Krypto-Miner giltst du nicht als Freiberufler:in, sondern als Gewerbetreibende:r. Daher musst du ein Gewerbe anmelden und bist grundsätzlich steuerpflichtig. Das bedeutet, dass du sowohl Einkommensteuer als auch Gewerbesteuer zahlen musst. Die Gewerbesteuer fällt jedoch erst an, wenn dein jährlicher Gewinn die Freigrenze von 24.500 Euro überschreitet.
Zusätzlich musst du dich mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt anmelden. Keine Sorge – das klingt komplizierter, als es ist. Sobald deine Anmeldung abgeschlossen ist, kannst du offiziell mit dem gewerblichen Mining starten.
Wenn du hauptberuflich angestellt bist und nebenberuflich Mining betreiben möchtest, ist das grundsätzlich kein Problem. Allerdings ist es ratsam, deine:n Arbeitgeber:in darüber zu informieren – besonders, wenn es in deinem Arbeitsvertrag eine Nebenbeschäftigungsklausel gibt.
➡️Hier erfährst du, wie du dein Gewerbe bei deinem Gewerbeamt registrierst.
➡️Hier findest du alle Infos zu Steuern und Kryptowährungen.
Wenn du regelmäßig Bitcoin oder andere Kryptowährungen minest und dabei Gewinne erzielst, musst du diese in deiner Steuererklärung angeben. Du kannst dadurch aber auch gleichzeitig jede Menge Kosten, die beim Krypto-Mining anfallen, von der Steuer absetzen.
Investierst du in spezielle Mining-Hardware oder einen leistungsstarken Computer, den du überwiegend für das Mining nutzt, kannst du diese als Betriebsausgaben abschreiben. Auch die Stromkosten sind steuerlich absetzbar, da das Mining durch die hohe Rechenleistung einen erheblichen Energieverbrauch verursacht. Allerdings musst du nachweisen, wie viel Strom tatsächlich für das Mining anfällt und wie viel für deinen privaten Haushalt. Dies kann beispielsweise durch separate Stromzähler oder Messgeräte erfolgen.
Ein Vorteil: Auf das Mining selbst fällt keine Umsatzsteuer an, da es als Finanzdienstleistung gilt.
💡 Tipp von Accountable: Die Tätigkeit des gewerblichen Krypto-Minings ist für viele Finanzämter noch Neuland. Daher ist es ratsam, sich an Steuerberater:innen zu wenden, die auf das Thema spezialisiert sind. Denn gerade zu Beginn kann es hilfreich sein, sich zum persönlichen Einzelfall und zu bestimmten steuerlichen Ausnahmen beraten zu lassen.
Krypto-Mining bezeichnet den Prozess, bei dem durch hohe Rechenleistung neue Kryptowährungen wie Bitcoin generiert und in Umlauf gebracht werden. Miner sichern Transaktionen und tragen zur Dezentralisierung des Netzwerks bei.
Wenn du durch Mining weniger als 256 Euro pro Jahr verdienst, fällt keine Steuerpflicht an. Diese Einkünfte gelten als "sonstige Einkünfte" und sind steuerfrei, solange sie unter dieser Freigrenze bleiben.
Du musst dich dann als Gewerbetreibende:r anmelden, wenn du regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht Mining betreibst. In diesem Fall musst du auf deine Einkünfte aus dem Krypto-Mining Gewerbe- sowie Einkommensteuer zahlen, wenn dein Gewinn die Freigrenze von 24.500 Euro überschreitet.
Ja, du kannst Mining nebenberuflich betreiben. Es ist jedoch ratsam, deine:n Arbeitgeber:in zu informieren, falls dies im Arbeitsvertrag erforderlich ist oder um Konflikte zu vermeiden.
Du kannst die Kosten für Hardware (z. B. Mining-Rigs, Computer) und den Stromverbrauch als Betriebsausgaben absetzen. Achte darauf, den Stromverbrauch für Mining und den privaten Gebrauch korrekt zu trennen.
Nein, auf das Mining selbst fällt keine Umsatzsteuer an, da es als Finanzdienstleistung betrachtet wird und somit von der Umsatzsteuer befreit ist.
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Autor - Sophia Merzbach
Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.
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