Das Business-Feld des Coachings erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Egal ob Business- oder Lifestyle-Coach:in, es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Coaching in die Selbstständigkeit zu starten. Dieser Artikel dient daher als Leitfaden für alle, die das Coaching freiberuflich als Service anbieten möchten. Hier erfährst du, was ein:e selbstständige:r Coach:in an Gehalt verdienen kann, wie du dein Coaching Business richtig anmelden musst und was deine Steuerpflichten sind.
Es gibt viele unterschiedliche Bereiche, in denen ein selbstständige:r Coach:in tätig werden kann. Berater:innen unterstützen Unternehmen beispielsweise oft strategisch bei ihren nächsten Business-Entscheidungen oder optimieren bestimmte interne Workflows und Projektabläufe. Ein:e Coach:in kann aber auch dabei helfen, die eigene Gesundheit oder Zufriedenheit zu verbessern oder erfolgreich mit einer eigenen Business-Idee durchzustarten. Du siehst schon, es gibt nicht die eine Berufsbeschreibung für die Bezeichnung als Coach:in – und genau diese Fülle an Abwechslung macht den Bereich des Coachings für viele angehende Selbstständige so attraktiv.
Ein Coach oder eine Coachin muss nicht nur die richtigen Inhalte und Methoden finden, sondern auch verstehen, welche Zielgruppen er ansprechen möchte (z. B. Unternehmen, Privatpersonen, spezifische Altersgruppen oder Berufsgruppen). Du brauchst also neben einer Idee und Wissen auch ein Verständnis dafür, wer deine Dienste braucht und wie du sie dieser Menschengruppe am besten vermittelst. Wenn du in all diesen Bereichen eine gute Idee hast, was du möchtest, kannst und wo es hingeht, kannst du anfangen, deine Selbstständigkeit als Coach:in zu planen.
➡️ Erste Schritte zur Selbstständigkeit Teil 1: Das solltest du vor dem Start wissen
Die Frage nach dem Gehalt für eine:n selbstständige:n Coach:in ist schwierig zu beantworten, da es hier je nach Zielgruppe und inhaltlicher Ausrichtung große Unterschiede geben kann. Ein Coach oder eine Coachin, der oder die zum Beispiel regelmäßig mit großen Konzern zusammenarbeitet und die Mitarbeiter:innen oder sogar die Führungsetage coacht, wird sicherlich mehr verdienen, als ein:e Coach:in, der oder die sich auf Privatpersonen mit weniger finanziellen Möglichkeiten spezialisiert hat.
Die Karriereseite StepStone gibt in Aussicht, dass ein:e Coach:in im Durchschnitt 43.800 Euro verdienen kann – doch je nach Auftragslage und auch Standort kann dies stark variieren. Wenn du nämlich als Coach:in mit Kund:innen arbeitest und dabei einen durchschnittlichen Stundenlohn von 70 Euro aufrufst, kann es bei steigender Kundenzahl schnell zu einem wesentlich höheren Jahresgehalt kommen. Fest steht daher auf jeden Fall, dass dir als selbstständige:r Coach:in beim Gehalt nach oben keine Grenzen gesetzt sind. 🥳
Um dich als Coach:in selbstständig zu machen, solltest du dich zunächst genauer mit deinem Service auseinandersetzen, den du anbieten wirst. Dafür ist ein Businessplan extrem hilfreich, denn hier setzt du dich intensiv sowohl mit deinem eigenen Angebot als auch mit deiner potentiellen Konkurrenz auseinander. Deswegen sollte der erste Schritt in die Selbstständigkeit als Coach:in definitiv das Schreiben eines Businessplans sein. Im Anschluss geht es an die offizielle Anmeldung beim Finanzamt, denn um selbstständig in Deutschland zu arbeiten, musst du auch über eine entsprechende Steuernummer verfügen, über die du deine selbstständigen Einkünfte abrechnest. Diese Anmeldung erfolgt über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den du übrigens ganz einfach online bei uns auf der Seite ausfüllen und an das Finanzamt schicken kannst.
➡️ Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Ausfüllen des Fragebogens ➡️ Hier geht’s direkt zum Fragebogen Schließlich solltest du dich natürlich auch mit deinen neuen Steuerpflichten auseinandersetzen. ➡️ Erste Schritte zur Selbstständigkeit Teil 2: Steuern, Steuern und nochmal Steuern
Um den Fragebogen richtig auszufüllen, ist es wichtig zu wissen, ob du als Coach:in freiberuflich oder gewerblich tätig bist, denn je nach Klassifizierung fallen ein paar unterschiedliche Steuerpflichten für dich an. Leider ist der Bereich des Coachings gerade aufgrund der vielfältigen Einsetzbarkeit eine ziemliche Grauzone, bei der es vor allem darauf ankommt, welche Tätigkeiten genau du als Coach:In ausübst.
Wenn du primär unterrichtend tätig bist, fällst du in die Kategorie der freien Berufe. Falls du jedoch eher beratend unterwegs bist, also Pläne und Programme für deine Kund:innen erstellst, dann wirst du wahrscheinlich als Gewerbe eingestuft. Dann spielt es auch eine Rolle, ob du verschiedene einzelne Aufträge hast oder ein regelmäßiges Angebot; genauso wie die Frage, ob du eine persönliche Dienstleistung oder ein standardisiertes Produkt (beispielswiese einen Online-Kurs) anbietest. Im Zweifel ist es hier am besten, dich einmal mit deinem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen und diese Fragen eindeutig zu klären.
➡️ Freiberufler oder Gewerbe? Wir klären auf!
Wenn du dich erfolgreich angemeldet hast, kannst du mit dem Coaching loslegen – aber dabei solltest du nicht deine neuen Steuerpflichten aus den Augen verlieren. Als selbstständige:r Coach:in musst du nämlich Einkommensteuer zahlen und dabei zusätzlich eine Einnahmenüberschussrechnung einreichen. Darüber hinaus musst du eventuell Umsatzsteuer als Freiberufler:in auf deinen Rechnungen ausweisen und diese in regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldungen dem Finanzamt melden.
Falls du bei deiner Anmeldung jedoch von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch gemacht hast, entfällt für dich vorerst die Umsatzsteuerpflicht. Bist du als Gewerbetreibene:r eingestuft, fällt eventuell Gewerbesteuer an. Welche weiteren Steuerpflichten auf dich zukommen können und wie du dich bei einer falschen Steuermeldung am besten verhältst, verraten wir dir auf dieser Seite.
Natürlich kannst du auch als Coach:in deine betrieblichen Kosten von der Steuer absetzen. Je nachdem, worauf du dich mit deiner Coaching Tätigkeit spezialisiert hast, können dabei unterschiedliche Ausgaben mehr oder weniger relevant für dich sein. Das sind die häufigsten Betriebsausgaben, die bei selbstständigen Coach:innen anfallen:
💡 Tipp von Accountable: Achte darauf, alle Belege und Rechnungen gut aufzubewahren. Diese sind wichtig, um deine Ausgaben nachweisen zu können und mögliche Steuerprüfungen zu bestehen.
➡️ Hier findest du alle Infos dazu, wie du diese Kosten von der Steuer absetzen kannst
Schließlich musst du als selbständige:r Coach:in deinen Kund:innen auch Rechnungen stellen, damit du für deine Leistungen auch bezahlt wirst. Eine rechtlich gültige Rechnung muss dabei die folgenden Angaben enthalten:
💡 Tipp von Accountable: Wenn du das Rechnungsstellen vereinfachen möchtest, kannst du mit der Accountable-App ganz einfach Rechnungsvorlagen erstellen, die alle notwendigen Informationen automatisch beinhalten. Du musst nur unser Template ausfüllen und erhältst in Sekundenschnelle eine professionelle und gesetzeskonforme Rechnung. Hier geht’s zur Rechnungsstellung
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Autor - Robert Jödicke
Robert Jödicke ist ein erfahrener Steuerexperte und Autor bei Accountable, spezialisiert auf Steuertipps und Steuerersparnisse für Selbstständige.
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Birgit Koch
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Anonym
Der Kundenservice ist ausgezeichnet, ich bin enttäuscht, dass sie keine E-Commerce-Kunden annehmen.
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Ich bin neu bei Accountable und noch in der Testphase. Bisher konnte ich die App intuitiv bedienen und bei Fragen habe ich eine zeitnahe und herzliche Unterstützung bekommen (Danke, Daniela!:)) Nach aktueller Erfahrung, würde ich Accountable immer weiterempfehlen.
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