Wenn du davon träumst, selbstständig als Physiotherapeut:in zu arbeiten, so benötigst du neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung auch eine sichere Finanzierung, ein wettbewerbsfähiges Leistungsangebot und Verwaltungsgeschick. Unser Ratgeber hilft dir, dich mit einer eigenen Praxis für Physiotherapie selbstständig zu machen.
Der selbstständige Karrierestart hängt von der richtigen Planung ab. Grundvoraussetzung, um sich als Physiotherapeut:in selbstständig zu machen, ist eine staatlich anerkannte Ausbildung im Bereich Physiotherapeutie. Dazu zählen unter anderem Ausbildungen als Physiotherapeut:in, Krankengymnast:in, Masseur:in und medizinische:r Bademeister:in. Ideal ist es, wenn du über berufliche Vorerfahrung verfügst und die Abläufe einer physiotherapeutischen Tätigkeit kennst.
Eine weitere Voraussetzung ist ein Verständnis für kaufmännische Tätigkeit, Buchführung, Versicherungen und Kostenplanung. Sollte es dir an organisatorischen Grundkenntnissen mangeln, so empfiehlt sich eine umfassende Recherche. Dazu gehören Gespräche mit Kollege:innen, selbstständigen Physiotherapeut:innen, Finanzberater:innen sowie Lehrgänge und Tutorials zu Buchhaltung und Unternehmensgründung.
Du möchtest als Physiotherapeut:in anderen Menschen helfen, jedoch unabhängig arbeiten? Dann spricht alles dafür, sich selbstständig als Physiotherapeut:in zu positionieren. Die Grundlagen dafür sind in Deutschland vorteilhaft:
So vielversprechend die Rahmenbedingungen auch klingen, vor der Selbstständigkeit kommt es auf eine sorgfältige Planung an. Beachte folgende Vorüberlegungen:
Wer über Berufserfahrung verfügt, blickt dem Schritt in die Selbstständigkeit souveräner entgegen. Wer direkt nach der Berufsausbildung Selbstständigkeit wagt, sollte genug Zeit für die Vorbereitung investieren.
Zur Analyse deiner Ausgangssituation zählen Fragen wie:
Erstelle dir einen perfekten Businessplan. Dieser dient als Leitfaden bei Planung, Gestaltung, Umsetzung und Absicherung deiner Geschäftsidee. Darin enthalten sind unter anderem:
Unser Tipp: Mit der kostenlosen App von Accountable kannst du bereits erste Finanzierungspläne sowie mögliche Umsätze, Ausgaben und Steuerersparnisse analysieren und auswerten.
Eine Kassenzulassung benötigst du, wenn du Leistungen gegenüber gesetzlichen Krankenkassen abrechnest. Der Vorteil an der Arbeit mit Kassenpatient:innen ist finanzielle Sicherheit durch die große Zahl an Patient:innen mit gesetzlicher Krankenversicherung. Demgegenüber steht die Behandlung von Privatpatient:innen mit höheren Behandlungssätzen pro Diagnose, also grundsätzlich höheren Einnahmen. In der Praxis nutzen sowohl Ärzt:innen als auch Physiotherapeut:innen meist eine Kombination.
Wenn du dich für eine Kassenzulassung entscheidest, gilt es Nachweise in zuständigen Krankenkassen-Landesverbänden vorzulegen. Dazu zählen:
Weitere Tipps sowie eine Übersicht zu zuständigen Stellen findest du in der offiziellen Zulassungsempfehlung des GKV-Spitzenverbands.
Eine weitere wichtige Frage: Freiberufler oder Gewerbe? Wer freiberuflich als Physiotherapeut:in arbeitet, muss in der Regel kein Gewerbe anmelden. Da Physiotherapeut:innen in der Regel als Freiberufler:innen gelten, profitierst du von folgenden Vorteilen:
Eine Besonderheit für Physiotherapeut:innen: Heilbehandlungen sind (basierend auf Paragraf 4, Nr. 14 des Umsatzsteuergesetzes zu Heilbehandlungen in der Humanmedizin) von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Zumindest, wenn es sich um Behandlungen auf ärztliche Verordnung sowie um Rehabilitation und Funktionstraining zu therapeutischen Zwecken handelt. Präventionen und Selbsthilfe sowie Heilmittel auf eigene Rechnung können unter die Umsatzsteuerpflicht fallen. Es empfiehlt sich grundsätzlich eine professionelle Steuerberatung.
Ob du deine Vorteile vollumfänglich nutzt, hängt von der Rechtsform ab. Hier stehen dir vier Optionen zur Auswahl:
Selbstständigkeit ist mit Anmeldepflichten und Versicherungen für Selbstständige verbunden. Hier findest du die wichtigsten Pflichten für selbstständige Physiotherapeut:innen:
Für Selbstständige ist die Gehaltsfrage zwar wichtig, doch selten ausschlaggebend. Vor allem in Heil- und Pflegeberufen stehen häufig Selbstbestimmtheit, Wohltätigkeit und Nächstenliebe vor Finanzen. Dennoch ist die finanzielle Belastung durch unbeschränkte Haftung, unbezahlten Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie unbezahlte Überstunden und Weiterbildungen nicht zu unterschätzen.
Zur Veranschaulichung: Laut Institut für Wissen in der Wissenschaft (IWW) liegt das monatliche Brutto-Einkommen selbstständiger Physiotherapeut:innen mit einer durchschnittlichen Behandlungszeit von 15 Minuten bei etwa 6.281 Euro. Bei einer Behandlungszeit von 30 Minuten sind es 3.140 Euro. Da Raumkosten sowie sonstige Kosten wie Versicherungen jeweils 15 Prozent und 13 Prozent ausmachen, gilt es Abzüge, Ausgaben sowie Finanzierungshilfen und Steuer-Rücklagen in die Finanzplanung einzubeziehen.
20 Kapitel knallhart recherchiert und vom Steuerprofi geprüft
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Autor - Sophia Merzbach
Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.
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Birgit Koch
Accountable hat mir den Alltag wirklich spürbar erleichtert. Besonders gefällt mir, dass die App logisch aufgebaut ist und man sofort versteht, wo man was findet. Viele Dinge, die sonst nervige Routine sind, laufen hier einfach automatisch im Hintergrund mit. Was ich besonders gut finde: Man verliert nie den Überblick. Die App zeigt klar, was erledigt ist und was noch ansteht. Belege erfassen geht super schnell. Foto machen, fertig kein ewiges Sortieren oder Nachtragen. Der Support ist wirklich klasse. Ich habe ein paar Fragen gestellt und immer schnell hilfreiche Antworten bekommen. Nicht nur Standardtexte, sondern echte Hilfe. Man merkt, dass die App ständig besser wird. Updates bringen wirklich sinnvolle Verbesserungen, nicht nur Kosmetik. Unterm Strich: Accountable nimmt mir spürbar Arbeit ab und sorgt dafür, dass ich mich weniger mit Bürokratie herumschlagen muss. Genau so soll es sein.
Anonym
Der Kundenservice ist ausgezeichnet, ich bin enttäuscht, dass sie keine E-Commerce-Kunden annehmen.
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Ich bin neu bei Accountable und noch in der Testphase. Bisher konnte ich die App intuitiv bedienen und bei Fragen habe ich eine zeitnahe und herzliche Unterstützung bekommen (Danke, Daniela!:)) Nach aktueller Erfahrung, würde ich Accountable immer weiterempfehlen.
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Accountable ist super modern gestaltet und sehr gut durchdacht. Besonders hervorhebenswert ist, dass es viele Tools in einem vereint: Buchhaltung, Geschäftskonto, Steuererklärung, Steuerberatung und vor allem der automatische Rechnungsversand ist super praktisch. Ich kann es nur empfehlen!
André Schröder