Das SEPA-Lastschriftmandat spielt eine zentrale Rolle im europäischen Zahlungsverkehr, insbesondere wenn es um regelmäßige Zahlungen wie Abonnements oder Mitgliedsbeiträge geht.
In diesem Artikel erklären wir, was ein Lastschriftmandat genau ist und wie du es effektiv für den Zahlungsverkehr deiner Kund:innen einrichtest. Inklusive einer detaillierten Vorlage für ein SEPA-Lastschriftmandat sowie spezifische Mustererklärungen.
Voraussetzung für die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren ist ein SEPA-Lastschriftmandat. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Zustimmung, die ein:e Zahlungspflichtige:r (Kund:in) dem:der Zahlungsempfänger:in (Unternehmen) erteilt, damit diese:r einmalige oder regelmäßige Zahlungen direkt von seinem:ihrem Bankkonto einziehen kann.
Gleichzeitig dient das SEPA-Lastschriftmandat auch als rechtliche Grundlage für die Zahlungsabwicklung und stellt sicher, dass beide Parteien über alle anstehenden Transaktionen informiert sind und die Abbuchungen gemäß der erteilten Zustimmung erfolgen.
Die SEPA-Lastschrift und das entsprechende Mandat werden in zwei Haupttypen unterteilt:
Die nachfolgenden Schritte sind notwendig, um SEPA-Zahlungen einzurichten und Zahlungen effizient und sicher direkt von den Bankkonten deiner Kund:innen einzuziehen.
Um SEPA-Zahlungen zuverlässig und sicher zu verarbeiten, musst du zunächst eine Reihe von technischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllen:
Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist eine eindeutige Kennung, die für die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren benötigt wird. Sie muss bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden. Die Beantragung erfolgt in der Regel unter Vorlage der entsprechenden Unternehmensunterlagen und einer Begründung des Antrages.
Diese Gläubiger-Identifikationsnummer muss anschließend in allen SEPA-Lastschriftmandaten angegeben werden und dient deiner Identifikation im Zahlungsverkehr.
Für das SEPA-Lastschriftverfahren benötigst du eine Vorlage, die alle notwendigen Informationen und Zustimmungserklärungen enthält, wie z. B. deine Gläubiger-Identifikationsnummer, die Mandatsreferenz, Angaben zum:zur Zahlungspflichtigen und die Art der Zahlung.
Die Übermittlung eines SEPA-Lastschriftmandats kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen:
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Um die Rechtsgültigkeit der Lastschrift zu gewährleisten, muss jedes Mandat bestimmte rechtliche Formulierungen und Pflichtangaben enthalten. Diese Informationen müssen den SEPA-Regeln entsprechen und die Transaktion für beide Parteien, den:die Zahlungsempfänger:in und den:die Zahlungspflichtige:n, transparent und nachvollziehbar machen.
Ein gültig ausgefülltes SEPA-Lastschriftmandat muss folgende Inhalte aufweisen:
💡Tipp von Accountable: Bewahre das unterzeichnete Mandat für deine Buchhaltung sicher auf, da es als Nachweis der Zustimmung und für Dokumentationszwecke bei Rückfragen oder Rücklastschriften dient. Digitalisiere deine Buchhaltung mit der kostenlosen App von Accountable.
„Ich ermächtige [Name des:der Zahlungsempfängers:in] [Zahlungen/einmalig eine Zahlung] von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von [Name des:der Zahlungsempfängers:in] auf mein Konto gezogene[n] Lastschrift[en] einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.“
„Ich ermächtige [Name des:der Zahlungsempfängers:in] [Zahlungen/einmalig eine Zahlung] von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von [Name des:der Zahlungsempfängers:in] auf mein Konto gezogene[n] Lastschrift[en] einzulösen.
💡Hinweis: Dieses Lastschriftmandat dient nur dem Einzug von Lastschriften, die auf Konten von Unternehmen gezogen sind. Ich bin nicht berechtigt, nach der erfolgten Einlösung eine Erstattung des belasteten Betrags zu verlangen. Ich bin berechtigt, mein Kreditinstitut bis zum Fälligkeitstag anzuweisen, Lastschriften nicht einzulösen.“
Das SEPA-Lastschriftverfahren folgt einem standardisierten Prozess, der sicherstellt, dass alle Transaktionen reibungslos und gemäß den gesetzlichen Vorgaben ablaufen:
Informiere den:die Zahlungspflichtige:n mindestens 14 Tage vor der ersten Lastschrift über den Betrag und das Datum der Abbuchung. Diese Vorankündigung kann an die individuellen Vereinbarungen mit dem:der Kund:in angepasst werden.
Reiche das SEPA-Lastschriftmandat elektronisch bei deiner Bank ein. Die Bank prüft das Mandat und leitet die Lastschriftanforderung an die Bank des:der Zahlungspflichtigen weiter.
Die Bank des:der Zahlungspflichtigen prüft die Lastschriftanforderung. Ist das Mandat gültig und das Konto ausreichend gedeckt, wird der Betrag abgebucht und dir gutgeschrieben.
Kontrolliere regelmäßig deine Transaktionen, um sicherzustellen, dass sie korrekt abgewickelt werden und keine Rücklastschriften erfolgen.
💡Tipp von Accountable: Wenn dein:e Kund:in nicht zahlt und kein SEPA-Lastschriftmandat erteilt hat, helfen wir dir, eine effektive Zahlungserinnerung zu schreiben.
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Autor - Sophia Merzbach
Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.
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